How to shop in your own closet? Gastbeitrag

Wahrscheinlich sind wir uns noch nie begegnet, aber vielleicht hast du nach diesem Artikel, das Gefühl dich in meinen Worten wiederzuerkenne. Hallo, ich bin Alexandra. Bevor ich dir ein wenig mehr über mich verrate, möchte ich dir ein paar Fragen stellen. Stehst du vor deinem Kleiderschrank und hast nichts anzuziehen, obwohl er voll ist? Liest du ständig Blogartikel zu der neuen und chicen Variante des Frühjahrsputz „Clear out your wardrobe“? Möchtest du dich von Altem lösen und Platz für Neues schaffen? STOP! Ich bevorzuge die Variante im eigenen Kleiderschrank zu shoppen.

Aber bevor ich dir mehr dazu verrate, möchte ich dir sagen wer ich bin. Ich bin die Frau hinter dem Blog www.livinglikegolightly.com Golightly? Ja, die Figur in Breakfast at Tiffanys, verkörpert durch Audrey Hepburn. Beide sind meine größte Inspiration für meinen High Fashion & Lifestyle Blog. Fashion. Lifestyle. Allgemeiner und belangloser könnte eine Blog-Kategorie nicht klingen, aber bevor du genervt weiterklickst, erzähle ich dir worum es mir wirklich geht. Ich blogge für die Frau, die ihr Leben in vollen Zügen lebt. Sie weiß was sie möchte, kämpft für ihre Träume und Ziele. Sie ist intelligent, gebildet und weltoffen. Mode ist für sie Ausdruck ihrer Persönlichkeit, Qualität ein Zeichen der Wertschätzung, die sie verdient. Auch wenn sie sich manchmal in ihren Träumen verirrt, verliert sie nicht den Bezug zur Realität und ihrer Umwelt. Deshalb zeige ich euch außergewöhnliche Outfits, schreibe über Designer- & Vintage-Mode, ihre Geschichte und wie sie tragbar wird. Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle und du wirst immer wieder gesellschaftskritische Kolumnen lesen. Ich möchte dich nicht länger mit meiner Person langweilen, also widmen wir uns unseren Kleiderschränken.

Clear out your wardrobe. Sich von Altem lösen und Platz machen für Neues. Wie bereits erwähnt bevorzuge ich eine andere Variante. In meinem eigenen Kleiderschrank shoppen.

Auch wenn ich vor gut einem Jahr schon mal meinen Kleiderschrank entrümpelt habe, gibt es diese eine Hälfte, die ich meide. Während zu kleine oder kaputte Teile und Fehlkäufe bereits ihren Weg in die Kleiderspende oder Recyclingcontainer gefunden haben, gibt es noch den Rest. Der Rest besteht aus den Kleidungsstücken, die ich liebe, und den Anderen. Die Anderen sind meist schöne Teile, für meinen jetzigen Stil aber zu bunt und stark gemustert. Viele von ihnen sind die Ergebnisse meiner ersten Versuche an der Nähmaschine. Oder es sind schillernde Kleider meiner Zeit auf dem Tanzparkett. Es ist schade, dass sie zum Teil seit Jahren auf ihrem Bügel hängen. Ungeliebt.

Ich habe schon öfter überlegt diese Teile zu verkaufen. Was mich hindert? Zum Teil hängen noch Erinnerungen an ihnen. Aber vor allem weiß ich, dass bei einem geleerten Kleiderschrank auch die Shopping-Versuchung wächst. Wahrscheinlich würde mir schnell das ein oder andere fehlen und durch Neues ersetzt werden. Das ist sowohl für mein Konto als auch für die Umwelt schlecht. Aus diesem Grund habe ich beschlossen in meinem Kleiderschrank zu shoppen.

Where´s the magic gone?

Beim Shoppen in Stores sehe ich oft Dinge, die mich begeistern. Sie sind anders und neu. Tausende Kombinationsmöglichkeiten. Doch je länger ein Teil in meinem Kleiderschrank hängt, desto schwerer fällt es mir es zu kombinieren. Das gilt nicht für alle Teile. Aber sobald der erste Zauber verflogen ist und ich die üblichen Kombinationen getragen habe, wird es langweilig. Ich muss das Gefühl der Begeisterung wiederfinden. Ich bin nicht bereit meine Klamotten auszusortieren, bevor ich ihnen nicht wenigstens eine Chance gegeben habe.

Ich fordere mich selbst heraus. Kann ich in meinem eigenen Kleiderschrank shoppen?

Ich stehe vor der ungeliebten Hälfte meines Kleiderschranks und schiebe einen Bügel nach dem anderen zur Seite. Das meiste ist zu bunt, zu sehr gemustert oder zu glitzernd. Ich möchte mich zwar einer Challenge stellen, aber nicht schon von vornherein verzweifeln. In meiner engeren Auswahl landen zwei selbst genähte, enge Kleider, eins geblümt, eins orange weiß gestreift, ein Jeanskleid und ein auberginefarbenes Kleid aus gecrashten, flatterigen Stoff. Die beiden ersten Kleider sortiere ich schnell aus. Ich ziehe sie immer noch ab und zu an, damit würde ich mich selbst betrügen. Das Jeanskleid wäre zu einfach. Denim lässt sich einfach vielseitig kombinieren und stellt keine große Herausforderung dar. Aber ein dunkles Tanzkleid? Für den Frühling? Meine Wahl ist gefallen – challenge accepted!

How to shop in your closet

Ich gehe mal davon aus, dass du und ich bereits unsere Garderobe gut sortiert haben, wissen was wir besitzen und es nur einfach nicht mehr lieben. Daher werde ich keine klugen Ratschläge geben wie „Repariere kaputte Kleidungsstücke.“, „Lasse Kleidung auf Maß schneidern“ oder „Färbe verfärbte Kleidungsstücke ein.“. Natürlich sind diese Tipps sinnvoll, aber sie machen nur Sinn wenn du ein Teil nur aus diesen Gründen nicht mehr trägst. Ich hingegen möchte den Zauber zurückholen. Neue Kombinationsmöglichkeiten sehen, wie beim erste Mal.

Let a friend browse your wardrobe

Wir sehen unser Spiegelbild nur mit unseren eigenen Augen und genau wie bei unserer Kleidung, können wir auch in der Sicht auf uns eingefahren sein. Manchmal hilft es außenstehende in den Styling-Prozess einzubeziehen, da sie einen anderen Blick auf uns und unsere Schätze haben. Eine Freundin oder jede andere dir nahe stehende Person kennt dich und deinen Stil. Dennoch hat sie genug Abstand um differenziert auf deine Kleidung blicken zu können und neue Kombinationsmöglichkeiten zu entdecken. Spätestens wenn sie sich in eins deiner Stücke verliebt, wirst du es wieder mit anderen Augen betrachten.

Search for inspiration

Pinterest, Instagram, und (Online-)Magazine bieten wahnsinnig viel Inspiration. Die Voraussetzung ist, dass du weißt wonach du suchst. Das ungeliebte Kleidungsstück. Aubergine Dress. Schon strömen Vorschläge auf dich ein. Einzelne Kleidungsstücke, aber auch komplette Outfits. Wie genau du Pinterest am besten nutzt hatte ich dir ja bereits in diesem Artikel erklärt. Auch Online-Shops können dir als Inspirationsquelle dienen. Vielleicht findest du sogar genau dein Kleid. Wenn nicht, gibt es aber sicher etwas ähnliches. Meistens bieten Shops die Möglichkeit den gesamten Look zu shoppen oder zeigen dem User weitere Kombinationsmöglichkeiten an.

Ask the color wheel

Gerade bei farbigen Kleidungsstücken ist es manchmal besonders schwierig neue Kombinationsmöglichkeiten zu finden. Mein Tipp ist entweder in einer Farbfamilie zu bleiben, mit Farben wie weiß, schwarz, grau oder beige zu kombinieren oder einen Blick auf den Farbkreis zu werfen. Die gegenüberliegende Farbe im Kreis bringt einen tollen Kontrast und dein Outfit zum Strahlen. Eine andere Methode mit ungewöhnlichen Farbkombinationen zu spielen findest du in meinem Artikel Matching popping colors.

Print-mixing

Ich erwische mich selber oft dabei gemusterte Teile mit schlichten Basics oder zumindest einfarbigen Kleidungsstücken zu kombinieren. Das funktioniert gut, wird aber auf Dauer langweilig. Mustermix kann ein Outfit spannend und außergewöhnlich machen. Für den Anfang ist es am einfachsten, wenn du dabei in einer Farbwelt bleibst.

Shoot it!

Wir Fashionblogger fotografieren unsere Outfits nur für euch? Ich nicht! Meine Outfits regelmäßig festzuhalten, hilft mir mich an Kombinationsmöglichkeiten zu erinnern. Ich werde auch kreativer, da ich etwas außergewöhnliches präsentieren möchte. So falle ich weniger schnell in den Alltagstrott zurück. Ein Foto lässt auch einen differenzierteren Blick auf das eigene Outfit zu. Unser Spiegelbild kennen wir in und auswendig, aber ein Foto lässt uns eher den Blickwinkel unserer Mitmenschen einnehmen.

Split it up

Was zusammen gehört sollte man nicht trennen? Es ist ja nicht für immer und ein bisschen Zeit alleine tut auch mal gut. Dein Hosenanzug oder das schicke Kostüm, das du im Büro trägst, besteht aus zwei Teilen. Betrachte sie getrennt voneinander und kombiniere sie mit anderen Teilen.

Create different shapes with layering

Wir alle sind Gewohnheitstiere. Ich liebe es Kleider zu tragen, aber sie brauchen wenig Kreativität um angezogen zu sein. Schuhe, eine Handtasche und vielleicht noch eine Jacke. Fertig ist der Look. So einfach wie Kleider es uns machen, so schwierig wird es andere Kombinationsmöglichkeiten zu finden. Die Lösung heißt Layering. Etwas über oder unter das Kleid zu ziehen kreiert neue Formen und Stilbrüche.

How I found my look

Bei der Suche nach meinem Look für das auberginefarbene Kleid, setze ich mehrere dieser Methoden um. Um die dunkle Farbe für den Frühling passend zu machen, möchte ich es mit einer hellen Farbe kombinieren. Weiß bietet einen wunderschönen Kontrast und hebt das Aubergine noch mehr hervor. Um der mädchenhafte Silhouette und dem flatterigen Stoff einen Kontrast zu bieten, ziehe ich eine Bluse von einem Kleiderbügel. Der klassische Hemdkragen wirkt sophisticated und erwachsen. Meine rosa Samt-Loafer, die ich euch bereits in einem anderen Post vorgestellt habe, entspringen der gleichen Farbwelt wie das Kleid. Die hellere Farbe bringt jedoch Frische und Leichtigkeit in den Look. Um eine Verbindung zwischen allen Elementen zu schaffen, durchkrame ich mein Schmuckkästchen. Zwei Vintagebroschen mit blauen, grünen und rosa Steinen. Die eine befestige ich am Hemdkragen und die andere als Verbindung zwischen Bluse und Kleid. Vor dem weißen Stoff funkeln sie. Mein besonderes Accessoire ist etwas noch älteres.

Eine 80 Jahre alte Analogkamera und eine Vintage Kameratasche. Die Leica entstammt der Sammlung meines Vaters. Wenn ich schon dabei bin ungenutze Kleidungsstücke wiederzubeleben, warum nicht auch eine Kamera? Wir legen einen alten Farbfilm ein und experimentieren während des normalen Outfitshootings ein bisschen. Ich bin schon wahnsinnig gespannt ob ein paar brauchbare Bilder dabei herausgekommen sind. Bei Analogfotografie kann man nicht einfach auf den Auslöser drücken und hat ein vernünftiges Bild. Ich bin schon gespannt auf das Ergebnis.

Bis dahin werde ich versuchen noch weiteren Kleidungsstücken ein neues Leben zu verschaffen und in meinem Kleiderschrank zu shoppen. Vielleicht habe ich ja auch den ein oder anderen unter euch inspiriert. Und falls ihr eine externe und objektive Meinung hören wollt, könnt ihr mich jederzeit um Rat fragen!

An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal bei Karo bedanken. Ich finde es sehr mutig, anderen Bloggern einen Platz auf deinem Blog zu bieten. Mich würde es sehr viel Überwindung kosten, da es mein Herzensprojekt ist. Ich hoffe ich konnte dir und deinen Erwartungen mit diesem Artikel gerecht werden und bedanke mich ganz herzlich!

An alle Leser, die es bis hierhin geschafft haben: Werft einen Blick in eure Schränke und gebt eurer Kleidung einen zweite Chance! Ich würde mich sehr freuen euch auch mal auf meinem Blog anzutreffen und bin gespannt von euch zu hören!

xx Alexandra

PS.: Die Fotoquelle & Copyright liegen bei www.fotostudio-wilder.de.

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2 Kommentare

  1. Liebe Karo,
    ganz herzlichen Dank, dass ich diesen Beitrag bei dir veröffentlichen durfte! 🙂 Ich hoffe ich konnte deinen Lesern interessanten Lesestoff bieten.
    Ich werde nachher meine Leser darauf aufmerksam machen, dass ein Beitrag hier bei dir erschienen ist. 🙂
    Liebste Grüße
    Alexandra von http://www.livinglikegolightly.com

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